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Anleitung zum Patchkabelbau

  1. Sich vorher mit der Funktionsweise der Zange vertraut machen!
  2. Knickschutz auf das Kabel aufschieben.
  3. Äußeren Mantel abisolieren, mindestens so weit, wie der eigtl. Stecker (d.h. das eckige Gehäuse) lang ist. Falls man zu Anfang etwas mehr freilegt, ist das Einfädeln einfacher. Die Schirmfolie (falls vorhanden) wird mit entfernt, der Schirmdraht (blanker Draht, nicht immer vorhanden) nicht. Aufpassen, dass man nicht zu tief schneidet und die Kabeladern beschädigt. Die einzelnen Adern nicht abisolieren.
  4. Gegebenfalls Schirmdraht nach hinten umlegen.
  5. Die Verdrillung der Kabelpaare aufdröseln. Am besten die Adern ordentlich glattziehen.
  6. Jetzt kommt das kleine kammartige Plastikteil zum Zuge, das beim Auspacken auf den Boden gefallen ist. Suchen und aufheben. Dort werden die Kabeladern entsprechend Vorschrift nebeneinander eingefädelt:
  7. Für normale Patchkabel wird auf beiden Seiten dieselbe Belegung verwendet:
    1. Entweder man hat schon einen Stecker, dann repliziert man die andere Seite.
    2. Ansonsten empfiehlt sich Belegung nach EIA 586b (jeweils von oben auf den Stecker gesehen): WeißOrange, Orange, WeißGrün, Blau, WeißBlau, Grün, WeißBraun, Braun.
  8. Für ein Crossover-Kabel werden am zweiten Stecker vertauscht: 1 mit 3, 2 mit 6
  9. Jetzt die Kabeladern kürzen, falls nicht schon in 2.) geschehen. Die Adern sollten bündig am Steckerende aufhören, Richtwert sind zwischen 10 und 15 mm, bei mir meistens etwas länger. Die Zugentlastung (das ist der Blechbügel am Ende des Steckers) muß auf jeden Fall die Isolierung und den Schirmdraht mit erfassen.
  10. Jetzt die Einfädelhilfe mit den Kabeladern in den Stecker einschieben. Auf die richtige Belegung achten. Es darf kein Kabel verrutschen, verkanten oder zurückrutschen. Was häufig passiert: Man hat zwar gleichmäßig gekürzt, aber beim Einschieben verdrehen sich die Adern leicht, so dass nicht alle Kabel vorne bündig ankommen. Das ist solange unkritisch, wie die Adern von den Metallkontakten darüber noch sicher erfasst werden können. Ansonsten: Das ganze Spiel nochmal, evtl. hat man auch zuwenig/zuviel Mantel abisoliert.
  11. Nochmal kontrollieren.
  12. Nochmal...
  13. Jetzt den Stecker in die Crimpzange stecken (von vorne). Darauf achten, dass das Kabel nicht wieder auch nur minimalst aus dem Stecker rutscht. Der Stecker passt nur in eine Richtung, sitzt aber etwas schief in der Fassung drin. Das ist aber gut so.
  14. Schauen, ob beim Schließen der Zange die Zugentlastung von der Zange auch geschlossen wird (die Zange dazu nur leicht zusammendrücken, ohne dass sie einrastet, schauen, was an der Spitze passiert, da wo sich eine halbzylindrische Vertiefung befindet): manchmal sind die Bügel etwas zu weit aufgebogen, dann vorsichtig von Hand etwas verengen.
  15. Jetzt führt kein Weg mehr zurück: Die Zange soweit wie möglich zusammendrücken, sie sollte sich dann von selbst wieder öffnen. Ansonsten den Verriegelungshebel selbst lösen. Wahrscheinlich hat man dann aber was falsch gemacht ;-)
  16. Kabel kontrollieren: Optisch und (falls möglich) mit einem Durchgangsprüfer.
  17. Knickschutz aufschieben.
  18. Ausprobieren.
Die Anleitung funktioniert so nur für die Hirose-Stecker und Zange. Viel Erfolg